Schallschutz
für erholsame Ruhe

Für den Laien sind Schallschutzmaßnahmen meist gar nicht ohne Weiteres erkennbar. Und doch ist Schallschutz zwischen getrennten Wohnungen gesetzlich geregelt. Für Schallschutzmaßnahmen innerhalb einer Wohneinheit gibt es hingegen nur Empfehlungen.

Schallschutz in Gebäuden wird erzielt durch Luftschalldämmung von Decken, Fenstern und Türen sowie durch Trittschalldämmung von Decken, Fußböden und Treppen. Auch haustechnische Anlagen dürfen einen bestimmten Geräuschpegel nicht überschreiten. Die Richtwerte hierfür sind in den DIN-Normen 4109, EN ISO 140 und EN ISO 717 sowie in den VDI-Richtlinien 4100 festgelegt.

Schallschutzklassen

Schallschutzklassen bezeichnen die Schalldämmung von Fenstern nach der VDI-Richtlinie 2719. Ausschlaggebend für den Schalldämmwert sind dabei in erster Linie die Dichtigkeit des Fensters, die Gesamtglasdicke und der Abstand der Glasscheiben voneinander. Amtliche Prüfzeugnisse geben darüber Aufschluss, welcher Schallschutzklasse ein Fenster genügt:

Schallschutzklasse 1: für Wohnstraßen mit 10 - 50 Kfz pro Stunde und mehr als 35 m Abstand zwischen Haus und Straße

Schallschutzklasse 2: für Wohnstraßen mit 10 - 50 Kfz pro Stunde und 26 - 35 m Abstand zwischen Haus und Straße

Schallschutzklasse 3: für Wohnstraßen mit 50 - 200 Kfz pro Stunde und 26 - 35 m Abstand zwischen Haus und Straße

Schallschutzklasse 4: für Hauptverkehrsstraßen mit 1.000 - 3.000 Kfz pro Stunde und 100 - 300 m Abstand zwischen Haus und Straße

Schallschutzklasse 5: für Hauptverkehrsstraßen mit 1.000 - 3.000 Kfz pro Stunde und 36 - 1.000 m Abstand zwischen Haus und Straße

Schallschutzklasse 6: für Schnellstraßen mit 3.000 - 5.000 Kfz pro Stunde und weniger als 100 m Abstand zwischen Haus und Straße

Schallreflexionsstoffe

Harte Materialien mit dichter Struktur wie Beton, Glas, Putz oder Parkett können Schall diffus oder in eine bestimmte Richtung reflektieren. Ein Akustikfachmann hilft bei der Planung der erforderlichen raumakustischen Maßnahmen.

Schallabsorptionsstoffe

Eine zu lange Nachhallzeit kann im Raum die Verständlichkeit von Sprache oder den Musikgenuss beeinträchtigen. Zur Optimierung der Akustik eignet sich der Einsatz von schallschluckenden Materialien, die den Schall absorbieren und so den Nachhall verringern. Ein Akustikfachmann berät Sie gern, wie Sie mit Schallabsorptionsstoffen eine angenehme und vorteilhafte Raumakustik erzielen.

Maßnahmen zur Verbesserung der schalltechnischen Eigenschaften 

  • Schwere und/oder mehrschalige Geschossdecken
  • Biegeweiche Unterdecken
  • Schwimmende Estriche und elastische Bodenbeläge
  • Dicke Wände aus Beton oder Mauerwerk mit biegeweichen Vorsatzschalen
  • Verwendung zweischaliger Ziegel oder mit Beton ausgegossener Verfüllziegel bei einschalig aufgebauten Wänden
  • Dichter Abschluss von Türen mit dem Boden und an Fälzen
  • Fenster mit Schallschutzklasse entsprechend dem Außengeräuschpegel
  • Körperschalldämpfung von haustechnischen Anlagen
  • Entwässerung über Schallschutzrohr
 
 
 
 
 

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