Kellerausbau
Keller als Wohnraum nutzen – worauf Sie dabei achten sollten

Mehr Wohn- und Stauraum: Es ist verlockend, das Platzangebot im Keller voll auszuschöpfen – sei es für ein Gästezimmer, einen Hobbyraum oder einfach nur für zusätzliche Stellfläche. Hierfür muss der Keller jedoch besonders vorbereitet sein, um schädliche Feuchtigkeit und Wärmeverluste zu vermeiden.

Keller werden heute in der Regel aus wasserundurchlässigem Beton oder besonders abgedichteten Ziegeln gebaut und außen mit einer zusätzlichen Wärmedämmung versehen. Die Verbindung zwischen Seitenwänden und Bodenplatte ist ebenfalls besonders abgedichtet. Eine Dampfsperre auf der rohen Bodenplatte verhindert zudem das Aufsteigen von Feuchtigkeit. Auf diese Weise  lässt sich der Keller gut warm und trocken halten – ideale Bedingungen für die Nutzung als Wohnraum.

NACHTRÄGLICHER KELLERAUSBAU

Vor einem nachträglichen Umbau Ihres Kellers sollten Sie einen Ingenieur oder einen Architekten mit einer Bestandsanalyse  beauftragen. Diese sollte unter anderem Feuchtigkeitsmessungen und eine Bestandsaufnahme der vorhandenen Dämm- und Abdichtmaßnahmen umfassen.

Wohnraumhöhe und Feuchtigkeitsschutz
Wohnräume in Untergeschossen müssen eine Höhe von mindestens 2,30 m aufweisen. Sind sie niedriger, werden sehr aufwändige Umbaumaßnahmen wie z. B. das Tieferlegen der Kellersohle erforderlich. Eine nachträgliche Abdichtung gegen Bodenfeuchtigkeit und eindringendes Wasser lässt sich mit dem Einbringen einer horizontalen Feuchtigkeitssperre nach dem Mauersäge-, Chromblech- oder einem chemischen Verfahren bewerkstelligen.

Wohlige Wärme
Bei Wänden, Decken und Böden gilt es, für ausreichenden Wärmeschutz zu sorgen, um kostspielige Heizenergieverluste zu vermeiden und für ein angenehmes Raumtemperatur zu sorgen. Zur Klimatisierung von Kellerräumen eignen sich am besten Deckenstrahlungs- oder Wandflächenheizungen. Dabei ist es zweckmäßig, die Kellerheizung an die vorhandene Heizungsanlage anzuschließen, sofern diese ausreichend dimensioniert ist.

Mehr Wohnlichkeit
Wenn Sie Ihren Keller intensiver als Wohnraum nutzen möchten, sollten Sie durch den Einbau größerer, tiefgezogener Fenster für ausreichend Helligkeit sorgen. Hierfür ist es gegebenenfalls notwendig, Teile der Außenwände freizulegen. Wollen Sie Ihren Keller mit Bad, Toilette oder Schwimmbad ausstatten, benötigen Sie eine Abwasserhebeanlage.


Checkliste: Kellerausbau 

  • Bestandsanalyse vom Architekten oder Ingenieur anfertigen lassen
  • Raumhöhe muss mindestens 2,30m betragen, andernfalls sind aufwändige Umbaumaßnahmen erforderlich
  • Ausreichender Feuchtigkeitsschutz durch Abdichtung, Feuchtigkeits- und Dampfsperren
  • Ausreichende Wärmedämmung gegen Heizenergieverlust
  • Erweiterung der vorhandenen Heizanlage durch Deckenstrahlungs- oder Wandflächenheizungen im Keller
  • Abwasserhebeanlage erforderlich bei Einbau von Toiletten, Bädern und Schwimmbad
 
 
 
 
 

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